Jahreshauptversammlung
  05.05.2019 •     Allgemeine Infos

Die Jahreshauptversammlung des TSB Ravensburg blickt noch hoffnungsvoll auf die neue Großsporthalle – intensive Vorbereitung des Gauturnfestes in Ravensburg und einstimmiger Beschluss einer moderaten Beitragserhöhung.

Nur drei Tage vor Eingang des Ablehnungsbescheids des Bundes auf Förderung der geplanten neuen Ravensburger Großsporthalle wird in der Jahreshauptversammlung des TSB Ravensburg noch hoffnungsvoll darüber diskutiert.

Der 1. Vorsitzende informierte die Mitglieder über die Schließung der Tennisplatzanlage und die Auflösung der Abteilung zum Jahresende 2018 mit Blick auf Bodenuntersuchungen, die auf der Anlage durchgeführt werden sollten, um den Untergrund für die neue Großsporthalle im Sportzentrum Rechenwiesen festzustellen. Eine Aufgabe, die Vorstand und Vereinsrat nicht leicht gefallen war - umso mehr, als sich die Tennisabteilung an den Aktionen der Stadt und des Gesamtvereins immer bereitwillig und aufgeschlossen beteiligt hatte (Ferienprogramm für Kinder u. a.).  und die Tennisspieler selbst lieber im TSB geblieben wären. 

Auch Sportverbandsvorsitzender und Vertreter der Stadt Rolf Engler ging in seinem Grußwort auf die dreiteilige Großsporthalle und den dreijährigen Entscheidungsprozess hierfür ein. Eine Entscheidung, die letztendlich durch die Vertreter von Schulen und Sport gemeinsam für den Standort Rechenwiesen ausgefallen war. Es erfordere noch einigen Aufwand für die Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur; es seien aber gute Konzepte dafür vorhanden, so Rolf Engler.

Der Stadtverbandsvorsitzende versprach sich auch deshalb einen Zuschuss vom Bund, weil die Beantragung durch die Stadtverwaltung absolut perfekt gewesen war und der Bund für die Bezuschussung von Anträgen insgesamt 100 Mio. Euro in den Raum gestellt habe. Sollten die Mittel nicht kommen, müsse die Kommune darauf bestehen, dass die Halle trotzdem gebaut werde. Wörtlich: „Es ist leistbar vom Haushalt und committed mit dem Eissport.“  Im Anschluss daran müsse umgehend die Sanierung der Gymnasium-Sporthalle erfolgen. Im Zusammenhang mit dem Thema „Bezuschussung“ durch die Stadt betonte Rolf Engler, dass die Vereine nur noch dann Zuschüsse erwarten könnten, wenn der Jugendschutz wie vorgegeben gewährleistet sei. 
Der TSB Ravensburg kann sich vor allem über eines freuen: über die sportliche Erfolge und das hohe Engagement seiner Abteilungen. Sport-Events der Stadt ohne Beteiligung von TSBlern sind immer weniger denkbar. Das hat sich beim letzten Landeskinderturnfest und dem Triathlon bewiesen, das zeigt sich jeweils beim Schmalegger Frühlingslauf, beim Stadtlauf und vielen anderen Aktionen der Stadt. 
Rolf Engler weiß diesen Umstand zu würdigen: Das viel zitierte Flaggschiff der Vereine trage die Verantwortung für Inklusion und Integration. Dies gebe dem Verein hohen sozialen Wert und mache ihn zu einem wichtigen Teil der Gesellschaft. Das müsse aber auch honoriert werden. „Der Sport ist der größte Sozialbetrieb und im Verhältnis dazu sehr bescheiden“. 

In seinem Jahres- und anschließendem Finanzbericht ging der 1. Vorsitzende Dr. Prüß auf alle Aktionen und Maßnahmen ein.  Eine besondere Freude für den Verein ist die neue Ausleuchtung der Anlage, über die alle Beteiligten sehr glücklich sind und für die er sich bei Karlheinz Beck und der Stadt ausdrücklich bedankte. Dies sei ein wichtiger Schritt in Richtung zukunftsfähiges Sportzentrum, für das der Ruf nach einer Tribüne – mit ebenso dringend benötigten Umkleiden, Sozial-  und Lagerräumen -  immer lauter wird. Diese und hierfür erforderliche bauliche Maßnahmen im Sportzentrum dürften auch durch eine geplante bewegliche Boulderanlage mit Slackline und anderen Angeboten des DAV nicht gefährdet werden, so Thomas Prüß.
Weitere Schwerpunkt-Themen sind die sportlichen Aktivitäten der Abteilungen, allen voran der große Erfolg der Razorbacks, die bei der Sportlerehrung der Stadt Ravensburg für das vergangene Jahr zur „Mannschaft des Jahres“ gekürt worden war.  
In diesem Zusammenhang gratulierte die Versammlung auch den beiden Funktionärinnen Inken Wolf und Heike Arndt zu ihren Auszeichnungen bei der Sportlerehrung.
Und gratuliert werden kann auch Jochen Kucera, dem Leiter der KISS zu einem besonderen Geburtstag: 30 Jahre erfolgreiche KISS! Herzlichen Glückwunsch. 
Neben den sportlichen Erfolgen der Abteilungen, neben Jugendschutz und Kindeswohlgefährdung, Grundstücks- und Gebäudeinstandhaltung, Fertigstellung der neuen Homepage, Ausloten und Vergüten der Ehrenamtspauschalen, neben einem immensen Wasserschaden in der Kegelbahn des TSB und neben vielem anderen Tagesgeschehen  bestimmt aktuell die Organisation des Gauturnfestes den Tagesablauf. Das Gauturnfest findet in Ravensburg von Freitag,  31. Mai bis Sonntag, 02. Juni statt.   Der 1. Vorsitzende appelliert an alle Anwesenden, die Suche nach freiwilligen Helferinnen und Helfern für das Gauturnfest zu unterstützen bzw. selbst mitzuhelfen. Anna Schäfer, die als weitere Kraft in Teilzeit für die Geschäftsstelle eingestellt worden war und damit begonnen hatte, das Gauturnfest zu organisieren, hatte den TSB zum Ende letzten Jahres kurzfristig verlassen.  Leider kann u. a. auch deshalb die fest eingeplante Sommerfreizeit in diesem Jahr nicht stattfinden, was der Vorstand außerordentlich bedauert. Thomas Prüß wirbt in seiner Ansprache für ein Engagement der Abteilungen zur Durchführung einer Sommerfreizeit.

Nicht zuletzt müssen erste Vorbereitungen für das 175-jährige Jubiläum des TSB Ravensburg im Jahr 2020 getroffen werden.  Die Mitglieder wissen um die umfangreichen Aufgaben und anerkennen dem doch sehr kleinen Vorstandsgremium gute Arbeit. Dementsprechend erfolgen alle Abstimmungen im Verlauf der Versammlung einstimmig. So die Entlastung der Vorstandschaft, nachdem Kassenprüfer Franz Ehrat sowohl dem Vorstand und der Geschäftsstelle als auch dem Steuerbüro Mikolitsch einwandfreie Arbeit bescheinigt hatte. 
Gleichermaßen wird die Vorstandschaft mit Patricia Wendt, vor einem Jahr kommissarisch in den Vorstand gewählt, im Block einstimmig wiedergewählt. Wiedergewählt sind auch Dr. Thomas Prüß zum 1. Vorsitzenden, Klara Mikolitsch, 2. Vorsitzende, Tanja Beck, Jugendvertreterin. Für die nächsten Kassenprüfungen sind Franz Ehrat wieder und Dr. Ulrich Hörl neu gewählt worden. Nach wie vor wird jedoch nach einem ehrenamtlichen Schatzmeister gesucht. Auch die Geschäftsstelle mit Andrea Beck und Anja Matzenmüller bewältige die vielen Aufgaben zu zweit nicht mehr und müsse personell verstärkt werden, so der 1. Vorsitzende. 

Ebenso einstimmig beschloss die Versammlung die vom Vorstand vorgestellte, moderate Beitragserhöhung der Jahresbeiträge für den Hauptverein, die ab 2020 in Kraft treten werden. Bestätigt wurde von der Mitgliederversammlung die einmalige Anmelde- und Bearbeitungsgebühr von 15 €, die im Zusammenhang mit der Anmeldung eines neuen Mitglieds erhoben wird. Alle Mitglieder werden noch schriftlich über die Beitragserhöhung informiert. Aus dem Plenum kam die Anregung, in diesem Zusammenhang die Mitglieder auf den Mehrwert des TSB Ravensburg hinzuweisen. 
Dass all diese Infrastrukturaufgaben dem eigentlichen Thema „Sport und Bewegung“ dienen und die gesellschaftspolitische Bedeutung eines Breitensportvereins wie dem TSB Ravensburg gerade im Bereich Kinder/Jugend immer größer wird,  betont Thomas Prüß bei jeder Gelegenheit. So erfahren  die  Qualifizierungsmaßnahmen der Übungsleiter des TSB verstärkte Unterstützung, sportliche Erfolge müssten ebenso wie ein Sommerfreizeitangebot für alle Jugendlichen der Stadt gefördert werden. 

Hinweis für alle Mitglieder:
Bei Interesse an Einzelheiten zur Jahreshauptversammlung kann auf der TSB-Geschäftsstelle im Rahmen der Öffnungszeiten das Protokoll eingesehen werden.

erstellt von Klara Mikolitsch